cv

vcv

vc

vcv

  

        engl.


STADTFLUSSLAND BERLIN

Landschaftstheater, Folge 1

 

Mit STADTFLUSSLAND BERLIN fragten wir danach, wie sich die Beziehungen zwischen den rohstoff- und energiehungrigen Städten und den ausgebeuteten Landschaften am Ende des fossilen Zeitalters neu denken, verhandeln und gestalten lassen. Die Spree als natürliche Verbindung zum Lausitzer Kohlerevier war der ideale Ort, um diese Fragen in Berlin in Szene zu setzen.

Unser Schiff befuhr drei Tage lang als schwimmende Installation die innerstädtische Spree. Mit Durchsagen und Klängen trug es Botschaften aus den ausgekohlten Landschaften der Lausitz in die Stadt.

An drei Anlegestellen fanden täglich jeweils 30-minütige Anwerbeperformances statt. Der Anwerber auf dem Schiff wollte Pioniere für die Folgelandschaften der Lausitz gewinnen. Er rief dazu auf, die Stadt zu verlassen und Teil des Neuen Großen Landschaftstheaters (NGLT) zu werden, das jeden brauchen kann. Ein Chor der Städtebewohner:innen erwartete das Schiff an den Ufern und sang von der unerfüllbaren Sehnsucht nach Natur und dem Wunsch nach Aufbruch in ein anderes Leben. Es entspann sich ein Dialog zwischen der energiefressenden Stadt und dem ausgekohlten Land, zwischen städtischen Projektionen und dem Potential der anthropozänen Landschaften.

Jeder Anleger stellte einen besonderen Raumbezug für die Performance her: privatisiertes Media-Spree-Berlin des 21. Jahrhunderts (Mercedes Platz), rekonstruiertes preußisches Weltkulturerbe (DomAquarée), politisches Berlin des Regierungsviertels und Diskursort für Anthropozändebatten (Haus der Kulturen der Welt).

  

Photos: David Baltzer

STADTFLUSSLAND BERLIN war die inszenierte Ankündigung des Neuen Großen Landschaftstheaters (NGLT), das wir in den nächsten Folgen entwerfen wollen. Am Tag der Premiere veröffentlichten wir das Manifest des NGLT.

 

Mit Heiner Bomhard, Reemt Ulrich/Benedikt Riepe, Bernadette La Hengst und dem Chor der Statistik

Mit freundlicher Unterstützung von Haus der Kulturen der Welt und Weltwirtschaft


gefördert von:

  

  



Kooperationspartner:

Chor der Statistik

DITOMA

Weltwirtschaft/HKW